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Stress als Statussymbol?

Meine Yacht, mein Sportwagen, meine Villa und meine Stress-Symptome


Es ist in aller Munde: "Ich bin im Stress!", "Ich hab so viel zu tun!" oder "Mein Terminkalender ist randvoll!". Wer kennt solche Unterhaltungen nicht?

Was steckt dahinter? Ist Stress mittlerweile ein Statussymbol?

Und ist der, der keinen Stress hat automatisch ein Faulenzer?

Es hat den Anschein, dass mittlerweile jeder gestresst und mit vollem Terminkalender geplagt ist. Der Kollege, der ständig Überstunden macht, von einem Meeting ins nächste hetzt und seinen eh schon überfüllten Terminkalender stopft er noch mit Resilienz-Training, Achtsamkeitskursen und Fitness-Studio voll.

Im Urlaub geht´s ins Wellness-Hotel um Stress abzubauen und das verursacht wiederum Stress, weil man unbedingt Stress abbauen muss.


Früher hatten die Menschen sicher auch Stress, aber es wurde viel weniger darüber gesprochen. Die Thematik Stress, und allgemein psychologische Belastungen sind heute eher Gesprächsthemen als früher.

Heute ist es durch die sich ständig erhöhenden Geschwindigkeiten, Informationsdichten und auf uns einprasselnde Eindrücke aber auch oft nicht einfach abzuschalten. Wir haben durch Smartphone und ständige Erreichbarkeit scheinbar keine Möglichkeit zu entkommen.

Mein Lieblingsbeispiel dafür ist das hier:

Vor 40 Jahren lief es in vielen Firmen so oder so ähnlich ab. Kunde ruft an und schildert seinen Bedarf. Der wird vom Vertriebsmitarbeiter handschriftlich aufgenommen. Nach dem Telefonat schreibt der Vertriebsmitarbeiter auf seiner Schreibmaschine das Angebot. Das Angebot wird dann per Briefpost zum Kunden geschickt. Das Angebot liegt dann 2 Tage später beim Kunden auf dem Schreibtisch. Dort wird dann die Entscheidung getroffen, das Angebot anzunehmen und eine Bestellung auszulösen. Diese Bestellung wird wiederum per Schreibmaschine getippt und geht am nächsten Tag per Brief zum Lieferanten. Nach 2 Tagen erhält dieser die Bestellung und bereitet den Versand vor. Dauer der ganzen Aktion 5-7 Arbeitstage. Heute geht das ganze via E-Mail und der Vorgang dauert u.U. gerade mal eine Stunde.

Und dazu kommt die Erwartungshaltung heute bestellt - morgen geliefert.

All das erhöht die Geschwindigkeit und den Druck. Fehler wirken sich unmittelbar aus. Daraus entsteht Stress.

Heute scheint es aber auch zum guten Ton zu gehören, dass man von Stress spricht. Stress scheint ein Teil der Selbstdarstellung geworden zu sein. Wer Stress hat wird als erfolgreich und als Macher empfunden. Menschen die ihrer Arbeit entspannt nachgehen, die keine Unterhaltungen über Überstunden, Stress und der gleichen führen hingegen, genießen scheinbar weniger Ansehen.

Nun ist die Frage, wann wird das "Statussymbol" zum Problem?

Laut einer aktuellen Umfrage leiden 89% der Deutschen unter Stress. Aber Stress ist prinzipiell nichts schlechtes, solange aus den Stressbelastungen keine Dauerbelastung wird.

Wenn wir es nicht mehr schaffen, auf die Anspannung eine Phase der Entspannung und Erholung folgen zu lassen, dann droht die Abwärtsspirale. An deren Ende stehen Depressionen oder das Burnout-Syndrom.


Wollen Sie wissen wie groß Ihre Stressbelastung ist? Oder stehen Sie vorm Burnout?

Dann sprechen Sie mich an? In einem kostenlosen Erstgespräch sprechen wir über Ihre aktuelle Situation. Vertrauensvoll, ehrlich und auf Augenhöhe!




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